Jugger – Vom Film zum Sport

Blickt ein Groß der anerkannten Sportarten auf eine lange Tradition zurück könnte man sagen, dass der Sport Jugger dagegen noch in den Kinderschuhen steckt. Keine 20 Jahre auf dem Buckel erfreut sich Jugger in der gesamten Bundesrepublik einer immer größer werdenden Beliebtheit und Faszination. Aber woher kommt diese Sportart überhaupt und wer hat sie erfunden?

Begonnen hat alles mit einem Film aus dem Jahre 1989, der im Deutschen den Namen "Die Jugger – Kampf der Besten" (Original: The Blood of Heroes) trägt. Hier ziehen die so genannten "Jugger" durch eine postapokalyptische Welt von Dorf zu Dorf und verdienen ihren Lebensunterhalt, indem sie gegen die ortsansässigen Jugger-Teams antreten. Gewinnen die Herausforderer dürfen sie im Dorf verweilen und werden reichlich entlohnt. Anbei muss man erwähnen, dass die Art und Weise wie im Film Jugger gespielt wird sich deutlich von der heutigen, modernen Form unterscheidet, denn in der cineastischen Vorlage wird auf rohe Gewalt und pure Kampfkraft zurückgegriffen, was natürlich dazu führte, dass Verletzungen im Film nicht unüblich sind.

Ein paar Jahre (1993) nachdem der Film schon lang nicht mehr über die Kinoleinwände flimmerte kamen einige junge Leute (parallel in Hamburg und Berlin) auf die Idee, dass man dieses Spiel aus dem Film doch auch mal in der Realität spielen könnte. Schnell waren die ersten Pompfen gebaut und die ersten Spiele wurden ausgetragen. 1995 kam es dann zum ersten Turnier in Hamburg. Allerdings konnte man die Teilnehmer an einer Hand abzählen.

Seitdem hat sich einiges getan in der Jugger-Welt. Mittlerweile gibt es an die 50 Teams, die über die gesamte Bundesrepublik verteilt sind. Und fast jedes Bundesland hat seine eigene Meisterschaft vorzuweisen. Darüber hinaus gibt es seit Anfang 2010 ein überregionales Liga-Gremium, dass sich mit der Umsetzung und Verbesserung der Jugger-Liga befasst. Und auch in anderen Ländern wird Jugger immer populärer. Sei es in Australien, Irland, Dänemark, Costa Rica, den USA oder aber auch Spanien, wo im Frühjahr 2011 "The International Tournament of Spain" abgehalten wurde, an dem auch deutsche Teams teilnahmen. Auf der 11. Deutschen Meisterschaft 2008 in Berlin traten das erste Mal auch Teams aus Australien und Irland an.

Bis dato sind zwei Sachbücher über den Sport (von Ruben Wickenhäuser) im Handel erschienen die sich sowohl mit der Entstehung des Sports, den Spielern an sich und auch diversen Trainingsmethoden usw. beschäftigen.



Sa den 25. Februar - 10:30 - Sporthalle der Kopernikusschule